Frohe Weihnachten für alle?!

Frohe Weihnachten?
Kann man das jemanden wünschen, wenn in seinem Leben gerade nicht so viel Frohes ist? Das habe ich mich angesichts von viel Leid in meinem Umfeld gefragt.

In dieser Weihnachtszeit…

– trauere ich mit einer lieben Freundin, die ihre Mutter verloren hat.
– bange ich um die Gesundheit meiner kleinen Patentochter
– trauere ich mit den Eltern einer ehemaligen Klassenkameradin, deren einzige Tochter plötzlich verstarb
– beweine ich mit einer anderen Freundin zwei Fehlgeburten
– beweine ich mit Freunden den Zerbruch von Beziehungen
– berührt mich das Schicksal von Tausenden von Filippinos,die durch einen Taifun obdachlos wurden.

Frohe Weihnachten?!

Frohe Weihnachten – trotz allem
Als Jesus geboren wurde, sangen zwar die Engel, aber sonst war die Situation alles andere als romantisch. Ein ganzes Volk litt unter der römischen Besatzungsmacht, ein junges Paar litt unter der sozialen Ächtung durch Nachbarn und Freunde. Ein totalitäres Regime verlangte Reisen zur kalten Winterzeit – um Steuerlisten zu füllen. Alles andere als romantisch.

Christus hat damals und heute ins Leben von Menschen eingegriffen. Manchmal dramatisch. Heilend. Helfend. Oft aber auch nur, in dem er sich zu ihnen stellte. Zu Zachäus, den Kallaborateur. Zu Huren und Nutten. Zu Menschen, die sonst keiner wollte.

Einer seiner Namen ist „Immanuel“: Gott ist mit uns. Bei uns. Mitten in dem, was gerade so schwer ist. Manchmal löst er es für uns. Manchmal auch nicht. Aber er geht nicht weg. Er bleibt da. Tröstend. Nahe.

In diesem Sinne wünschen mein Team und ich euch allen frohe Weihnachten – in und trotz allem.

Kerstin Hack (Dezember 2011)

PS: Wenn es in eurer Umgebung Menschen gibt, die gerade Trost brauchen, empfehle ich Einfühlsamkeit, Da-sein, wenn es passt eine warme Umarmung.

Und die Impulshefte: – Worte des Trostes– schöne berührende Zitate, die Trost spenden und helfen.

Die Hütte und ich. Gott neu vertrauen – eine Reise. “ href=“https://down-to-earth.de/die-huette-und-ich-gott-neu-vertrauen-eine-reise.html“ target=“_blank“>Die Hütte und ich„, in dem ich mich ganz persönlich mit dieser Frage auseinandersetze.

3 Kommentare

  1. Danke, Kerstin! Du lenkst den Blick aufs Wesentliche. Das, was wir zu brauchen meinen, damit „Weihnachten“ wird, ist oft so gefährdet und zerbrechlich. Schöne Stimmung, friedvolle Gefühle, dass in unserm Weihnachtsarrangement alles klappt. Dabei passiert Weihnachten trotz und gerade wegen unserm Unfrieden, Leid und menschlichem Versagen. Da hinein komm Er uns nah. Euch auch: Frohe Weihnachten!
    Peter & Brigitte

    1. Den Aspekt des eigenen, menschlichen Versagens finde ich auch sehr gut – klasse, dass ihr das erwähnt habt. Es ist so tröstend, dass Gott auch da da ist, wo ich versagt habe.

Kommentare sind geschlossen.

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